Ich war frustriert. Hier saß ich, an einem Freitag Abend um neun Uhr, in der Arztpraxis, und das Software-Update war nach einer halben Stunde Laufzeit und 85% Fortschritt abgebrochen. Um diese Uhrzeit die Hotline zu erreichen, würde aussichtslos sein. Was würden wir tun, am Montag, zum Quartalsanfang, wenn die Patienten in Trauben an der Anmeldung stehen und die Arztsoftware streikt? So wie beim letzten Mal, als der Server mitten am Tag plötzlich nicht mehr reagierte. Festplatte kaputt, eineinhalb Tage auf den Techniker warten, in der Zwischenzeit wieder mit Papier arbeiten und sich fragen, ob die Daten gerettet werden können.

Zwar arbeitete ich in der Informationstechnologie, aber Server-Administration war nicht gerade meine Stärke. Immerhin kannte ich den Unterschied zwischen Arbeits- und Festplattenspeicher, und wusste, wo ich nachsehen musste, um herauszufinden, wie viel von dem letzteren noch übrig sei. Und ich wusste, wo ich den Dienst für das regelmäßige Backup wieder neu starten musste, wenn es abgebrochen war. Aber eigentlich hatte ich wirklich Besseres zu tun, als abends nach der Arbeit noch in die Praxis zu fahren, um Updates einzuspielen. In meinem IT-Job hatten wir Spezialisten, die sich um die Server kümmerten, schauten, dass sie immer liefen, dass sie alle Betriebssystem-Updates hatten, dass der Plattenplatz ausreichte, dass die Hardware funktionierte. Warum konnte ich das nicht auch hier in der Praxis haben?

Das war einer der Momente, an denen ich bei mir dachte, dass es eine bessere Lösung geben musste, und der letztlich dazu führte, dass wir RED Medical entwickelten.

Mit RED gehören diese Sorgen der Vergangenheit an. Die Server stehen in einem sicheren Rechenzentrum und werden von unseren Administratoren betreut. Die stellen sicher, dass die Server laufen, genügend Speicher haben, dass alle Updates da sind. Die Technik ist redundant ausgelegt, wie in einem Flugzeug, bei dem alle Systeme mehrfach vorhanden und so ausgelegt sind, dass bei einem Ausfall automatisch ein anderer Server übernimmt. Zugreifen kann man von überall, von zuhause, am Bett des Patienten oder aus dem Urlaub. Um Datensicherung und Updates muss man sich nicht kümmern; ruft man RED auf, hat man immer die aktuellen Daten. Vor Diebstahl und Verlust optimal und nach Stand der Technik gesichert sind sie auch, besser als auf einem eigenen Server in der Praxis. Und wenn ich dann noch sehe, dass man andere Praxen alle paar Jahre neue Server im Gegenwert eines gut ausgestatteten Kleinwagens verkaufen möchte, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wir jedenfalls wollen diesen Komfort nicht mehr missen – daher gehen wir in diesen Tagen einen Schritt weiter und installieren auch unseren Telematik-Zugang im Rechenzentrum.

Alexander Wilms ist nicht nur einer der Gründer von RED Medical, sondern auch seit 20 Jahren der IT-Betreuer in der Arztpraxis seiner Frau. Die Unzufriedenheit mit dem dort eingesetzten System führte letztlich dazu, dass er sich mit Herzblut in die Aufgabe stürzte, mit RED Medical ein besseres System zu entwickeln.